Über 75 Jahre
Motorsport in Haunstetten
Aus sieben Gründungsvätern wurde der größte Motorradsportverein Augsburgs. Eine Chronik aus Kies, Sand und Leidenschaft.
Sieben Männer in der Texas-Bar
Vier Jahre nach Kriegsende, ein Jahr nach der Währungsreform — Haunstetten 1949. Eine Stadt sortiert sich neu, und sieben Motorradverrückte haben einen Plan.
Stammtisch wird zum Verein
Treffpunkt war die Kantine „Meitinger" an der Flachsstraße — wegen ihrer Holzbauweise auch „Texas-Bar" genannt. Hier kamen sie zusammen: sieben Männer, die anfangs gar keinen Verein gründen wollten. Sie wollten nur fachsimpeln. Über Adler, Ardie, DKW, Horex, NSU-Fox und Zündapp. Über Reparaturen, Ersatzteile und die Frage, woher man überhaupt ein Motorrad bekommt.
Daraus wurde am 31. Januar 1950 der Motorsportclub Haunstetten. Schon im Mai folgte die erste Fuchssuchfahrt, im Oktober das erste Grasbahnrennen — gewonnen vom heutigen Ehrenvorsitzenden Dionys Schuster. Zum Jahresende hatte der junge Club bereits 25 Mitglieder.
- Ludwig Wegeie
- Michael Wagner
- Kurt Leuthe
- Willi Langhammer
- Hugo Auer
- Josef Wenzel
- Dionys Schuster
Die Vereinschronik
Von der ersten Fuchssuchfahrt bis zum Europameister-Titel — die wichtigsten Stationen aus über sieben Jahrzehnten AMCH.
Erstes Grasbahnrennen in Haunstetten
Auf dem Wiesengelände hinter der Spinnerei und Weberei — Dionys Schuster erringt seinen ersten Sieg. Bis Jahresende zählt der Club 25 Mitglieder.
20.000 Zuschauer beim 1. Flugplatzrennen
Auf dem Messerschmitt-Flugplatz, dem heutigen Unigelände. Die ehemalige Landebahn wird mit Planierraupen auf 1.600 Meter ausgebaut — größtenteils in Eigenregie. Werner Haas, frischgebackener Weltmeister, dreht eine Ehrenrunde auf seiner 125 ccm NSU-Renn-Fox.
Aus dem MCH wird der AMCH
Umbenennung in „Automobil- und Motorsportclub Haunstetten e.V. im ADAC" — und gleichzeitig die Weichenstellung, die Jahre später entscheidend wird: Beim geplanten Bau des Haunstetter Sportstadions soll auch eine Sandbahn entstehen.
Internationale Zielfahrten nach Haunstetten
Über zehn Jahre läuft die Veranstaltung mit Erfolg. Die ikonischen Plaketten stammen aus der Hand von Clubmitglied Hans Heichel — auch das heutige Clubemblem fällt in diese Zeit.
Das erste Sandbahnrennen
Am 19. April 1970 ist es soweit: Das 1. Haunstetter Sandbahnrennen vor 6.000 Zuschauern. Damit hat der Sandbahnsport im Raum Augsburg endlich seine Heimat — und der AMCH seine eigene Bahn.
Besucherrekord: 8.000 Zuschauer
Zum erstmaligen Auftritt von Sandbahn-Weltmeister Manfred Poschenrieder strömen 8.000 Menschen ins Stadion — ein Rekord, der die folgenden Jahrzehnte prägen sollte.
Speedway-Länderkampf BRD vs. UdSSR
Eine bemerkenswerte Veranstaltung — bis das Wetter nach der Hälfte mit heftigem Schneetreiben zuschlägt. Ausgerechnet das ZDF war für Fernsehaufnahmen vor Ort. Im selben Jahr: die Eingemeindung Haunstettens nach Augsburg.
Gründung der Jugendgruppe
Walter Löffler und Manfred Göbel setzen einen lange gehegten Gedanken in die Tat um. Was mit zehn Kindern beginnt, wächst innerhalb weniger Jahre auf 38 Nachwuchsfahrer an — die Wurzeln der heutigen AMCH-Clubfahrer.
Erstes AMCH-Schülerrennen
Mit großem Kinderfest. Die ersten Lizenzfahrer: Markus Berger, Michael Hertrich, Alexander Schwarzer, Markus Reiser, Dominik Gum und Benjamin Wurzler — sie ebnen den Weg für eine ganze Generation.
Erstes AMCH-Seitenwagengespann
Benjamin Wurzler und Stefan Peschanel starten als erstes junges Seitenwagengespann für den AMCH. Auf Anhieb erreichen sie in ihrer ersten Saison den 4. Platz in der Deutschen Meisterschaft.
Die jüngere Geschichte ergänzen wir laufend
Hier entsteht der nächste Abschnitt unserer Chronik — Erfolge, Veranstaltungen und Wegmarken aus dem neuen Jahrtausend. Schauen Sie bald wieder vorbei.
Drei Disziplinen, ein Verein
Sandbahnsport, Langbahn-Seitenwagen und Flattrack — der AMCH steht für die ganze Bandbreite des Bahnsports. Mit einer aktiven Jugendgruppe, einer engagierten Mitgliedschaft und Partnern, ohne die nichts ginge.
Bilder einer Vereinsgeschichte
Originale aus dem Vereinsarchiv — von den Anfängen am Stammtisch bis zu den ersten Sandbahnrennen.
Die vier Schwerpunkte heute
Die Säulen, auf denen der AMCH steht — manche sind über 50 Jahre alt, manche brandneu. Alle haben eines gemeinsam: gelebte Leidenschaft.
Sandbahnsport
Das Kerngeschäft des AMCH. Seit über 50 Jahren ein fester Bestandteil im süddeutschen Sandbahnsport — am Unteren Talweg 100.
Jugendarbeit
Aus zehn Kindern wurden Generationen von Lizenzfahrern. Wer heute den AMCH auf der Bahn sieht, hat oft hier angefangen.
Touristik & Geselligkeit
Sternfahrten, Clubausfahrten, Heimatfahrten — der AMCH ist nicht nur Wettkampf, sondern auch Gemeinschaft auf zwei Rädern.
Flattrack & Seitenwagen
Mit dem EM-Titel von Markus Brandhofer 2023 und einer wachsenden Flattrack-Szene erweitert der AMCH sein sportliches Profil — international.
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Lerne die Menschen kennen, die den AMCH heute lenken — von Vorsitz über Schatzmeister bis Jugendwart.
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