AMC Haunstetten Vereinsgeschichte
Gegründet 1949

Über 75 Jahre
Motorsport in Haunstetten

Aus sieben Gründungsvätern wurde der größte Motorradsportverein Augsburgs. Eine Chronik aus Kies, Sand und Leidenschaft.

1949
Gegründet
7
Gründungsväter
20.000
Zuschauer 1953
75+
Jahre Tradition
Wie alles begann

Sieben Männer in der Texas-Bar

Vier Jahre nach Kriegsende, ein Jahr nach der Währungsreform — Haunstetten 1949. Eine Stadt sortiert sich neu, und sieben Motorradverrückte haben einen Plan.

1949 · Gründung Vereinsgründung 1949

Stammtisch wird zum Verein

Treffpunkt war die Kantine „Meitinger" an der Flachsstraße — wegen ihrer Holzbauweise auch „Texas-Bar" genannt. Hier kamen sie zusammen: sieben Männer, die anfangs gar keinen Verein gründen wollten. Sie wollten nur fachsimpeln. Über Adler, Ardie, DKW, Horex, NSU-Fox und Zündapp. Über Reparaturen, Ersatzteile und die Frage, woher man überhaupt ein Motorrad bekommt.

Daraus wurde am 31. Januar 1950 der Motorsportclub Haunstetten. Schon im Mai folgte die erste Fuchssuchfahrt, im Oktober das erste Grasbahnrennen — gewonnen vom heutigen Ehrenvorsitzenden Dionys Schuster. Zum Jahresende hatte der junge Club bereits 25 Mitglieder.

Die sieben Gründungsväter
  • Ludwig Wegeie
  • Michael Wagner
  • Kurt Leuthe
  • Willi Langhammer
  • Hugo Auer
  • Josef Wenzel
  • Dionys Schuster
Meilensteine

Die Vereinschronik

Von der ersten Fuchssuchfahrt bis zum Europameister-Titel — die wichtigsten Stationen aus über sieben Jahrzehnten AMCH.

1950
Erste Schritte

Erstes Grasbahnrennen in Haunstetten

Auf dem Wiesengelände hinter der Spinnerei und Weberei — Dionys Schuster erringt seinen ersten Sieg. Bis Jahresende zählt der Club 25 Mitglieder.

1953
Sensation

20.000 Zuschauer beim 1. Flugplatzrennen

Auf dem Messerschmitt-Flugplatz, dem heutigen Unigelände. Die ehemalige Landebahn wird mit Planierraupen auf 1.600 Meter ausgebaut — größtenteils in Eigenregie. Werner Haas, frischgebackener Weltmeister, dreht eine Ehrenrunde auf seiner 125 ccm NSU-Renn-Fox.

1958
Neue Identität

Aus dem MCH wird der AMCH

Umbenennung in „Automobil- und Motorsportclub Haunstetten e.V. im ADAC" — und gleichzeitig die Weichenstellung, die Jahre später entscheidend wird: Beim geplanten Bau des Haunstetter Sportstadions soll auch eine Sandbahn entstehen.

1965
Touristik

Internationale Zielfahrten nach Haunstetten

Über zehn Jahre läuft die Veranstaltung mit Erfolg. Die ikonischen Plaketten stammen aus der Hand von Clubmitglied Hans Heichel — auch das heutige Clubemblem fällt in diese Zeit.

1970
Heimat gefunden

Das erste Sandbahnrennen

Am 19. April 1970 ist es soweit: Das 1. Haunstetter Sandbahnrennen vor 6.000 Zuschauern. Damit hat der Sandbahnsport im Raum Augsburg endlich seine Heimat — und der AMCH seine eigene Bahn.

1971
Rekord

Besucherrekord: 8.000 Zuschauer

Zum erstmaligen Auftritt von Sandbahn-Weltmeister Manfred Poschenrieder strömen 8.000 Menschen ins Stadion — ein Rekord, der die folgenden Jahrzehnte prägen sollte.

1972
International

Speedway-Länderkampf BRD vs. UdSSR

Eine bemerkenswerte Veranstaltung — bis das Wetter nach der Hälfte mit heftigem Schneetreiben zuschlägt. Ausgerechnet das ZDF war für Fernsehaufnahmen vor Ort. Im selben Jahr: die Eingemeindung Haunstettens nach Augsburg.

1992
Zukunft sichern

Gründung der Jugendgruppe

Walter Löffler und Manfred Göbel setzen einen lange gehegten Gedanken in die Tat um. Was mit zehn Kindern beginnt, wächst innerhalb weniger Jahre auf 38 Nachwuchsfahrer an — die Wurzeln der heutigen AMCH-Clubfahrer.

1995
Nachwuchs

Erstes AMCH-Schülerrennen

Mit großem Kinderfest. Die ersten Lizenzfahrer: Markus Berger, Michael Hertrich, Alexander Schwarzer, Markus Reiser, Dominik Gum und Benjamin Wurzler — sie ebnen den Weg für eine ganze Generation.

1999
Generation

Erstes AMCH-Seitenwagengespann

Benjamin Wurzler und Stefan Peschanel starten als erstes junges Seitenwagengespann für den AMCH. Auf Anhieb erreichen sie in ihrer ersten Saison den 4. Platz in der Deutschen Meisterschaft.

2000–2024
In Arbeit

Die jüngere Geschichte ergänzen wir laufend

Hier entsteht der nächste Abschnitt unserer Chronik — Erfolge, Veranstaltungen und Wegmarken aus dem neuen Jahrtausend. Schauen Sie bald wieder vorbei.

Heute
75 Jahre AMCH

Drei Disziplinen, ein Verein

Sandbahnsport, Langbahn-Seitenwagen und Flattrack — der AMCH steht für die ganze Bandbreite des Bahnsports. Mit einer aktiven Jugendgruppe, einer engagierten Mitgliedschaft und Partnern, ohne die nichts ginge.

Aus dem Archiv

Bilder einer Vereinsgeschichte

Originale aus dem Vereinsarchiv — von den Anfängen am Stammtisch bis zu den ersten Sandbahnrennen.

Was uns ausmacht

Die vier Schwerpunkte heute

Die Säulen, auf denen der AMCH steht — manche sind über 50 Jahre alt, manche brandneu. Alle haben eines gemeinsam: gelebte Leidenschaft.

Seit 1970

Sandbahnsport

Das Kerngeschäft des AMCH. Seit über 50 Jahren ein fester Bestandteil im süddeutschen Sandbahnsport — am Unteren Talweg 100.

Seit 1992

Jugendarbeit

Aus zehn Kindern wurden Generationen von Lizenzfahrern. Wer heute den AMCH auf der Bahn sieht, hat oft hier angefangen.

Seit 1965

Touristik & Geselligkeit

Sternfahrten, Clubausfahrten, Heimatfahrten — der AMCH ist nicht nur Wettkampf, sondern auch Gemeinschaft auf zwei Rädern.

Neue Disziplinen

Flattrack & Seitenwagen

Mit dem EM-Titel von Markus Brandhofer 2023 und einer wachsenden Flattrack-Szene erweitert der AMCH sein sportliches Profil — international.

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Unser Vorstand

Lerne die Menschen kennen, die den AMCH heute lenken — von Vorsitz über Schatzmeister bis Jugendwart.

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