75 Jahre AMC-Haunstetten – Jubiläumsabend voller Emotionen, Ehrungen und echter Motorsport-Gemeinschaft
Am 7. Februar feierte der AMC-Haunstetten sein 75-jähriges Bestehen im Trachtenheim in Königsbrunn – jeder, der anwesend war, verstand schnell: Der Anlass war mehr als nur ein „Jubiläum“, es war ein Wiedersehen der Generationen, ein Dankeschön für viele Jahre Arbeit im Verein, aber auch ein Blick nach vorne.
Das erste Stück setzte den Ton. Ein Film, in dem die Geschichte, die Menschen und die Leidenschaft des Vereins zu sehen waren, fand Anklang beim Publikum – einige waren begeistert oder sichtlich bewegt, und das war diese besondere Mischung aus Stolz auf das Erreichte, aber ohne Pathos, genau so, wie man es sich für den AMC wünscht: bodenständig, warmherzig, lebendig.
Danach folgten Gratulationsreden – sowohl von Bernd Kränzle (3. Bürgermeister) und Hans Wengenmaier (Stadtrat), Margarete Heinrich (Stadträtin) als auch vom ADAC.
Die Botschaft war laut und deutlich! Der AMC-Haunstetten ist nicht einfach ein Symbol für Motorsport, sondern für Gemeinschaft, Zuverlässigkeit und eine solide Basis für ehrenamtliches Engagement. Besonders für einen Verein, der seit Jahrzehnten Veranstaltungen organisiert, junge Talente fördert und das Vereinsleben wirklich lebt, sind solche Worte mehr als Routine – sie sind Anerkennung.
Ein Highlight des Abends war die Gesprächsrunde mit Markus Brandhofer, Wack Hofmeister, Leon Ferdinand und Immel Schramm. Frisch, lustig, mit genau dem richtigen Maß an Witz und offenen Erinnerungen – das bedeutete, dass die „Insider“ etwas davon hatten, und jeder im Raum auch.
Man konnte erkennen, hier sitzen Menschen, die nicht nur Geschichten gelesen, sondern sie gelebt haben. Sicherlich war der offizielle Teil keine verpasste Show. Es gab eine Parade von Auszeichnungen, Ehrungen und Gratulationen, um all den Dingen zu danken, die diesen Verein im Laufe der Jahre zu dem gemacht haben, was er ist, oft wenig bekannt in der Öffentlichkeit, oft leise im Hintergrund, aber absolut unverzichtbar.
Dann gab es auch große Ausgelassenheit, denn ein guter Abend beim AMC ist nicht nur programmatisch viel mehr als Punkte sammeln. Es wurde gelacht, angestoßen, viel geredet – und das machte die Feier zu dem, was sie sein sollte, ein großer Erfolg; einer, bei dem man am Ende nach Hause geht und das Gefühl hat, Teil von etwas Echtem zu sein.
Wie alles begann – und warum es immer noch hält – Nachkriegsgeschichte Die Wurzeln des Automobil- und Motorsportclubs Haunstetten liegen tief. Die erste Idee zur Gründung reicht bis ins Jahr 1949 zurück – vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und etwas mehr als ein Jahr nach der Währungsreform.
In einer Zeit des „praktisch Nichts“ war ein Motorrad nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Prestigeobjekt, eine Befreiung, ein Anschein von Normalität.
Am Anfang ging es weniger um große Veranstaltungen, sondern darum, Gleichgesinnte zu finden! Fachsimpeln, Erfahrungen austauschen, über Maschinen, Ersatzteile, Reparaturen und alles, was dazu gehört, diskutieren. Namen wie Adler, Ardie, DKW, Horex, Imme, NSU-Fox, Puch, Triumph, Viktoria oder Zündapp beschwören immer noch dieses Gefühl herauf – eine Epoche, die man nicht lesen muss, um sie zu erleben.
Sieben Männer legten den Grundstein! Ludwig Wegele, Michael Wagner, Kurt Leuthe, Willi Langhammer, Hugo Auer, Josef Wenzel und Dionys Schuster. Der regelmäßige Treffpunkt war die Kantine „Meitinger“ in der Flachsstraße – auch als „Texas Bar“ wegen ihres Holzstils bekannt. Was damals begann, wurde am 31. Januar 1950 Realität. Der MCH wird gegründet. Wenige Monate später, am 23. Mai 1950, fand ihre erste Fuchsjagd statt, und am 15. Oktober 1950 nahmen sie am ersten Grasbahnrennen auf der Wiese hinter der Haunstetter Spinnerei und Weberei teil.
Der erste Sieg dort ging an Dionys Schuster, und Ende 1950 zählte der Verein 25 Mitglieder.
75 Jahre später ist er zu einem Verein geworden, der kein Museum der Tradition mehr ist, sondern ein Antrieb.
Die Jubiläumsfeier im Trachtenheim ist der Beweis dafür, wie das aussieht – Vergangenheit mit Respekt, Gegenwart mit Freude – und Zukunft mit Schwung.