ADAC Sport Gala Südbayern 2026: Ein Abend, der zeigt, wer den Motorsport wirklich trägt

Am Samstagabend, 24. Januar 2026, war in Südbayern wieder dieser besondere „Motorsport-Moment“ spürbar: keine Startnummern, kein Staub, kein Methanolgeruch – dafür Anzug, Applaus und dieses ehrliche Gefühl, dass Einsatz und Leistung gesehen werden. Die ADAC Sport Gala Südbayern fand im Rahmen der Südbayerischen ADAC Motorsporttage (24./25. Januar 2026) statt und war die große Bühne für überregionale sportliche Erfolge – und für das Ehrenamt, ohne das kein Ortsclub, keine Veranstaltung und am Ende kein Motorsport funktionieren würde.

Für den AMC Haunstetten war dieser Abend gleich doppelt wichtig.

Erstens: Unser Vorstandsmitglied Erich Scheunemann (Augsburg) wurde vom ADAC Südbayern mit der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz ausgezeichnet. Der ADAC nennt die Gala ausdrücklich auch den traditionellen Rahmen, um engagierte Ehrenamtliche für ihren langjährigen Einsatz zu ehren – und führt Erich Scheunemann in der Liste der Ausgezeichneten.

Diese Medaille steht nicht für einen einzelnen „guten Tag“, sondern für viele Jahre Verlässlichkeit: für Vorbereitung statt Show, für Anpacken statt Reden, für Veranstaltungen, die am Ende einfach laufen müssen – auch dann, wenn es niemand sieht. Und genau deshalb wirkt so eine Ehrung im Saal oft stärker als jede Laudatio: Weil jeder, der selbst schon einmal eine Veranstaltung gestemmt hat, weiß, wie viel Lebenszeit, Nerven und Herzblut da drin steckt.

Erich selbst verbindet diesen Moment mit einer sehr langen persönlichen ADAC-Geschichte: Seine erste ADAC-Auszeichnung hat er – nach eigener Angabe – bereits 1985 bekommen. Vier Jahrzehnte später wieder auf dieser Bühne zu stehen, sagt mehr über Kontinuität aus als jede Statistik.

Zweitens: In der offiziellen Übersicht der überregional ausgezeichneten Sportler taucht auch der AMC Haunstetten sportlich auf: Markus Brandhofer wird für Bahnsport mit dem 3. Platz bei der Deutschen Langbahn-Meisterschaft (Seitenwagen) genannt – Ortsclub: AMC Haunstetten. Das ist genau diese Mischung, die unseren Verein ausmacht: vorne am Gashahn Leistung – und dahinter ein Verein, der den Sport möglich macht.

Ein Abend mit Haltung – und einem Rahmenprogramm, das sitzen bleibt

Der ADAC spricht von rund 150 ausgezeichneten Athleten und Funktionären an diesem Wochenende – und von einer Gala-Ehrung vor mehr als 450 geladenen Gästen. Das ist nicht „kleine Vereinsfeier“, das ist ein Statement: Motorsport ist in Südbayern kein Randthema, sondern lebendige Kultur – mit Vereinen, Familien, Nachwuchs und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Auch das Rahmenprogramm hat dem Abend genau die richtige Leichtigkeit gegeben. Bestätigt ist als Künstlerin die Sandmalerin Svetlana Telbukh – eine dieser Darbietungen, bei denen der ganze Saal plötzlich still wurde, weil jeder merkte: Das ist nicht nur Unterhaltung, das ist Kunst.

Durch den Abend führten Eva Grünbauer und Tobi Schimon, was den Gala-Charakter schön „aufgeräumt“ gehalten hat: sportlich, wertschätzend, ohne Pathos-Overkill.

Warum diese Ehrung auch uns als Ortsclub betrifft

Man kann es ruhig einmal laut sagen: Medaillen wie die Ewald-Kroth-Auszeichnung sind nicht nur persönliche Auszeichnungen. Sie sind auch ein Spiegel für das, was ein Ortsclub über Jahre leistet – oft unter Zeitdruck, oft ehrenamtlich nach Feierabend, oft mit ganz normalen Leuten, die am Ende trotzdem Großes möglich machen.

Für den AMC Haunstetten ist das ein starkes Signal nach innen und nach außen:
Wir haben Sportler, die auf nationalem Niveau sichtbar sind. Und wir haben Menschen im Vorstand, die über Jahrzehnte das Fundament liefern, damit Veranstaltungen, Nachwuchsarbeit und Vereinsleben überhaupt tragen.

Herzlichen Glückwunsch, Erich – und Danke. Nicht als Floskel, sondern als Anerkennung für diese Art von Arbeit, die man nicht „delegiert“, weil sie am Ende immer an Menschen hängt, die es einfach machen.

Schreibe einen Kommentar

Auf dem Laufenden bleiben